Knabenliebe
Willkommen bei knabenliebe.com:
Diese Seite ist Teil (m)einer Selbsttherapie und Bestandteil einer Aufarbeitung der Erlebnisse eines österreichischen Jungen mit einem Vertreter der katholischen Kirche in Linz 1979/80. Der Junge bin ich und WALTER ist der Domvikar. Die hier geschilderten Ereignisse bewegen mich noch heute. Das verwendete Bildmaterial stammt aus meinem Privatbesitz.
Warum ich das alles hier schreibe:
Wenn meine Schilderungen auch nur einem einzigen Elternpaar ein Licht aufgehen lassen, was ihr Kind vielleicht gerade durchlebt, welche Kleinigkeiten eigentlich aufzeigen können dass ihr Kind sexuell belästigt wird, dann hat diese Seite seinen Zweck erfüllt.
Die Vorgeschichte:
Walter bei uns auf Besuch
Meine Eltern sind bei meinen Großeltern mütterlicherseits zum Abendessen eingeladen. Es ist kurz vor Weihnachten, die Tage sind kurz und ich mit meinem Bruder alleine zuhause. Meine Großmutter ist ehrenamtliche Reiseleiterin für die Linzer Dompfarre. Sie organisiert seit Jahren alle Fahrten selbst, plant die Routen, korrespondiert mit den Hotels in mehreren Ländern und in mehreren Sprachen. Jährlich drei Wanderwochen in Südtirol, Romreisen mit Papstaudienz in den Osterferien, Frankreichtouren und viel mehr. Später hat sie auch noch Israel- und Ägyptenreisen organisiert, allerdings für eine andere Pfarrgemeinde. Bei diesem Abendessen schneit auch einer der beiden linzer Domvikare vorbei: WALTER:
Ein stattlicher Mann, ein charmanter Unterhalter der stets gutgelaunt ist und eben die Gabe besitzt, Menschen fröhlich zu machen. Als Walter dazukommt geht es gerade um das Thema Kunstdruck und um den Maler Ernst Balluf. Ob wohl noch ein Kunstdruck eines seiner bekanntesten Bilder erhältlich sei ? Mein Vater würde es gerne meine Mutter schenken. Walter der einen Hang zur Esoterik hat beginnt auszupendeln - mit dem Ergebnis: leider kein Kunstdruck mehr erhältlich. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass er recht gehabt hat, es gab keinen Kunstdruck mehr von diesem Motiv aber der Künstler hat meinem Vater später noch das Original verkauft.
Was hat dieser Abend mit meiner Geschichte zu tun? An diesem Abend wird dem Domvikar auch ein Bild von mir gezeigt und er war laut den Erzählungen meiner Eltern mehr als angetan von mir. Es wird an diesem Abend noch viel herumgependelt und die Wünschelrute befragt, auch über mich.
Ich liege zur gleichen Zeit zuhause, oben in meinem Stockbett und fange aus heiterem Himmel an zu weinen.
Ich verstehe die Welt auf einmal nicht mehr und heule stundenlang. Diese Traurigkeit hat angedauert bis nach Weihnachten und fand seinen Höhepunkt beim Abbau des Christbaumes im Jänner, wo ich fast zusammenbrach. Ich habe mich davongeschlichen, damit meine Eltern nicht merken, dass ich heulen muss..... Zufall? Ich will das nicht bewerten und kann es auch nicht beurteilen. Die Details des großelterlichen Abendmahles würden mir erst Jahre später erzählt.
Die Anbahnung:
In der elterlichen Wohnung läutet das Telefon: Walter ist am Apparat und möchte gerne mit mir sprechen. Ich habe ihn inzwischen kennengelernt als Freund meiner Eltern und Großeltern. Er möchte mich überreden, Ministrant zu werden doch ich schaffe es irgendwie nein zu sagen, obwohl ich zu dieser Zeit einen Bezug zum katholischen Glauben hatte und sogar selbstständig am Sonntag in die heilige Messe gegangen bin. Stillstehen für eine Stunde ist für einen zwölfjährigen einfach schwer vorstellbar. Es folgen noch mehrere Telefonate, aber ich halte durch und lehne ab.
Ein neuer Freund - die Romreise:
Walter, ein Kind und ich - auf der Romfahrt
Juchuuuuu! Ich darf in den Osterferien alleine mit Oma und Opa an einer Italienrundreise teilnehmen! Wir werden auch den Papst besuchen!
Oma ist die Reiseleiterin und sitzt ganz vorne im Bus - dahinter sitze ich in der ersten Reihe - neben mir WALTER als geistlicher Betreuer der Reisegruppe. Oma's Reisen wurden über die linzer Dompfarre veranstaltet, daher war immer ein Geistlicher mit von der Partie der jeden Tag eine Messe las, selbst wenn es sich auch "nur" um eine Wanderwoche in Südtirol handelte. Der Geistliche fuhr natürlich kostenlos mit, es war ja für ihn eine Dienstreise. Opa sitzt weiter hinten im Bus, er hat akzeptiert dass Oma das Sagen hat, aber wenn's der Unterhaltung dient meldet er schon mal frech nach vorne. Ich verstehe mich mit WALTER von Anhieb an - irgendwie haben wir den gleichen Humor, den gleichen Wortwitz und ähnliche Interessen. Mir hat imponiert wie viel dieser Mensch auf einmal Essen kann: Ich war gerade am Wachsen und konnte locker 2 Portionen verspeisen, Walter schaffte aber das doppelte, dann hat er anschließend eine Vitaminkapsel geschluckt und eine Flasche Schneekoppe Karottensaft auf einen Zug geleert. Walter schenkt mir 2 Flaschen von dem leckeren Zeugs. WALTER bringt mir auch bei mit der Wünschelrute zu arbeiten, wie man Fragen stellt und auch wie man aus einem Schneebesen eine Wünschelrute baut, wenn man einen Draht herausbricht. In Ravenna durchstreifen wir alle Lebensmittel- und Einkaufsläden um den richtigen Draht zu finden, einer der genügend Schnellkraft hat und taugt.
Die Verkäufer wirken nicht gerade erfreut als wir die Schneebesen verbiegen um sie auf Tauglichkeit zu testen...
Mein Zimmer teile ich mit Opa und ich mag es wenn er abends vor mir einschläft und schnarrcht, es vermittelt mir ein Gefühl von Geborgenheit und auch Sicherheit. Eines Abends habe ich mich aber einmal davongeschlichen und alle Toiletten in sämtliche Stockwerken besucht und damit eine Seifensammlung von über 100 Stück gegründet und diese auf der Fahrt laufend erweitert.....
Höhepunkt der Reise war natürlich die Papstaudienz und Walter hat mir gezeigt wie man sich toll vordrängen kann um ganz nahe am Mittelgang zu stehen wo der Papst dann durchschreitet. Es gelingt mir sogar vom Papst die Hand geschüttelt zu bekommen und ich bin überglücklich...
Ich werde von Walter eingeladen ihn einmal in der Dompfarre zu besuchen, wenn ich bei Oma auf besuch bin, die gleich neben dem Dom wohnt.
Besuche in der Dompfarre:
Ich betrete alleine die heiligen Hallen der Dompfarre Linz und finde meinen Weg rauf in den ersten Stock zu Walters Wohnung. Auf dem Tisch liegt eine Karte von Öberösterreich auf der alle Schlösser markiert sind und ein Pendel. Er erzählt mir dass er alle Schlösser nach Gespenstern befragt hat und auch welche gefunden hat mit denen er nun in Kontakt sei. Dies sei aber alles gefährlich und nichts für mich. Wir blödeln viel rum und lachen über lustige gemeinsame Erlebnisse bei der Romfahrt, machen Armdrücken als Wettbewerb und führen uns auf wie zwei spielende Hunde die kämpfen.....
Was mir allerdings nicht behagte war, das Walter meinte dass er mich sehr gerne habe und mich nun Muck nennen würde, nach der gleichnamigen Märchenfigur. Ich komme mir irgendwie blöd vor. Noch blöder komme ich mir vor als WALTER an meinem Reißverschluss herumspielt und es ihm auch kurz gelingt mit dem Zeigefinger durchzukommen - ich kann mich aber herauswinden....
In meiner kindlichen Naivität war mir zwar klar, dass ich das nicht will und ich konnte es auch meistens abwenden ich habe aber nicht gewusst wie ich es deuten könnte. Gut WALTER ist halt ein verrückter Mensch dachte ich mir...
Zwischendurch horchen wir heimlich Polizeifunk. WALTER hat ein kofferradioähnliches Gerät mit dem man die Funkgespräche der Polizei abhören kann, echt spannend. Zum Abschied bekomme ich 5 Flaschen Schneekoppe Karottensaft denn ich ja so mag und eine Schachtel Mon Chéri.
WALTER ist inzwischen ein wirklicher Freund meiner Eltern geworden und war oft auf Besuch bei uns zuhause, oder er hat mich am Wochenende manchmal auf eine Spritztour abgeholt….
Wenn die blöden Reissverschlußspiele nicht wären, sie sind mir einfach nur peinlich.
Alleine mit Walter in München:
bitte blättern sie weiter auf Kapitel 2









